100 % Leben: The Long Distance (Das kleine Fernsehspiel:) - Mo. 02.11 - ZDF: 23.55 Uhr

Rennen für ein besseres Leben

Sie leben auf dem Land, können kaum ihr Essen bezahlen und träumen von einem besseren Leben: Die Kenianer Eunice (28) und Felix (26) trainieren wie besessen, um sich für das Marathonlaufen fit zu machen. Denn das soll ihre Chance sein: die Teilnahme an verschiedenen Läufen in Deutschland und dem Rest Europas. Der Detmolder Sportmanager Volker Wagner holt sie zu sich, baut die Sportler auf und managt sie. Doch dabei fallen auch Kosten an, und die lassen sich nicht nur in Euro beziffern. "The Long Distance" ist der erste Film aus der Sonderreihe "100 % Leben", die im Zweiten im Rahmen des "kleinen Fernsehspiels" läuft. Ein sehr guter und sehr trauriger Film von Daniel Andreas Sager, der die Kaltblütigkeit zur Schau stellt, die das Sportbusiness heutzutage mithin ausmacht.

Der Film begleitet seine drei Hauptprotagonisten aufmerksam und ruhig. In fast elegischen Bildern zeigt Regisseur und Drehbuchautor Sager, wie einsam die Läufer im blitzsauberen und befremdlichen Deutschland sind. Auch Wagners finanzielle Nöte (er muss eine neue Versicherung für seine Läufer abschließen) sind Thema der Dokumentation. Sie verblassen jedoch hinter den Sorgen der Läufer, auf die zu Hause nur eine Lehmhütte wartet. Nur wenige afrikanische Sportler schaffen es, wirklich viel Geld zu verdienen. Andere laugen ihre Körper aus, um am Ende mit nicht einmal 200 Euro zurückzufliegen. Die Tatsache, dass dazu trotz allem noch immer viele Ostafrikaner bereit sind zeigt, wie arm die Bevölkerung dort wirklich ist.

In der Reihe "100 % Leben" zeigt das ZDF immer montags noch drei weitere Filme: Am 9. November strahlt es "Biete.Suche" aus, am 16. November den Film "Mammon - Per Anhalter durch das Geldsystem" und am 23. November "In der Schwebe".


Marion Brandstetter
Eine Deutsch-Inderin soll heiraten, um ihre traditionsbewusste Oma zufriedenzustellen. "Marry Me - Aber bitte auf Indisch" bedient Multikulti-Humor zerfahren und wenig witzig.
Nach einem enttäuschenden Start 2015 mausert sich "Der Bozen-Krimi" zur sehenswerten Krimi-Reihe.
Die ZDF-Reportage von Gert Anhalt zeigt junge Sizilianer, die das "Eiland des Elends" endlich nach vorne bringen wollen.
"Profiling Paris" hat sich am späten Donnerstagabend bei SAT.1 etabliert. Der Sender zeigt nun zehn neue Folgen der siebten Staffel.
Romantische Beziehungskomödie mit Sandra Bullock und Frauenheld Hugh Grant, die beiläufig auch noch als Liebeserklärung an New York gesehen werden kann.
Fans der Fußball-Bundesliga müssen sich zu Beginn der neuen Saison auf Änderungen einstellen. Unter anderem wurden die Anstoßzeiten erweitert. Zudem teilen sich nun zwei Pay-TV-Anbieter einen nur einzigen Spieltag auf.
Junges Fernsehen, nah an der Zielgruppe: Die sechsteilige BR-Reihe "Wer zieht ein?" nimmt die Zuschauer mit auf die Suche nach neuen WG-Mitbewohnern.
Eine Senderfamilie sucht ihre Identität: Während SAT.1 ins Krimifach wechselt, sucht man bei ProSieben vor allem in Sachen Show noch nach neuen Knallern.
Nur ein paar Quadratmeter reichen den Machern der neuen Sky-Serie: "Room 104" spielt in einem einzigen Hotelzimmer.
Keine Drachen, dafür alternative Geschichte: Die Macher von "Game of Thrones" haben ihr nächstes Serienprojekt vorgestellt.
Jörg Wontorra meldet sich mit einem Fußball-Talk am Sonntagvormittag zurück. Sein neues Format bei Sky Sport News HD geht in direkte Konkurrenz mit dem legendären "Doppelpass".
Schon wieder Berlin: In einer neuen Netflix-Serie ist die deutsche Hauptstadt Schauplatz eines Spionage-Plots.
Survivalshows gibt es viele im Fernsehen. "The Wheel - Survival Games" hat allerdings ein besonders fieses Konzept.